Kükentötungsverbot bringt Tierstation in Not

Dies und Das

Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler besuchte die Wildtierauffangstation Rastede. Mit der CDU-Ratsfraktion plädiert er für eine bessere Finanzierung.

Das neue Kükentötungsverbot bringt die Wildtierauffangstation Rastede in wirtschaftliche Not. „Dieser Zusammenhang ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt“, weiß CDU-Ratsherr Kai Küpperbusch, der die Einrichtung gemeinsam mit seiner Fraktion und dem CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler besuchte.

Stationsleiter Klaus Meyer erläuterte, worum es geht: Viele der Wildtiere, die in Rastede aufgepäppelt werden, bekommen aussortierte Küken als Futter. Diese seien „gesunde Proteinbomben“, erklärte Meyer. Doch seit Anfang 2022 gilt in der Bundesrepublik das Kükentötungsverbot. Eine ursprünglich vorgesehene Ausnahme für Wildtierstationen und Zoos wurde gekippt. Die Wildtierauffangstation Rastede muss nun in großen Mengen Küken für teures Geld und klimaschädlich aus Spanien importieren. Hinzu kommen Lagerkosten, ein neuer Bedarf an Kühlräumlichkeiten und Personalfragen, zum Beispiel mit Blick auf die Zerlegung der Tiere in der Einrichtung.

Thümler machte deutlich: „Notwendige Investitionen, der laufende Betrieb, neue Personalbedarfe – das alles kostet Geld. Ich werde prüfen lassen, ob die Finanzierung der gut 20 anerkannten Auffangstationen in Niedersachsen ausgewogen ist und ob die Station in Rastede einen höheren Zuschuss vom Land erhalten kann.“

Auch die CDU-Fraktion sieht Handlungsbedarf. „Wir wissen um den besonderen Wert der Wildtierauffangstation und sehen ein besonderes Interesse der Gemeinde, die Station langfristig in ihrer Existenz zu sichern. Die gewonnenen Eindrücke nehmen wir mit in unsere Haushaltsklausurtagung, in der wir eigene Schwerpunkte und Änderungsvorschläge zum Haushaltsplan der Verwaltung diskutieren werden“, kündigte der Fraktionsvorsitzender Alexander von Essen an.

Lesen Sie den ausführlichen Text in der kommenden rasteder rundschau.

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