CDU fordert plastikfreie Veranstaltungen

Gemeinde soll Vorbild sein

Die Rasteder Veranstaltungen sollen plastikfrei werden, so lautet ein Beschluss des frisch gewählten Vorstands der Christdemokraten. Der CDU-Gemeindeverbandes Rastede hat einen entsprechenden Antrag formuliert und die Ratsfraktion gebeten, diesen mit dem Gruppenpartner zu besprechen und in die Ratsgremien einzubringen.

„Über 300 Millionen Tonnen Plastik- und Kunststoff werden pro Jahr hergestellt. Nach dem Gebrauch finden sich in die Überreste vielerorts im Straßengraben, den Weltmeeren und in unserer Nahrungskette“, greift Tim Kammer die Diskussion im Vorstand auf und macht deutlich: „Wir sehen die Gemeinde hier in der Pflicht als Vorbild zu agieren und wollen den Stein ins Rollen bringen. Umwelt- und Klimaschutz beginnen vor Ort.“

Konkret geht es der CDU um Verbrauchsmaterialien wie Strohhalme, Tüten, Einwegbecher, Plastikbesteck oder Verpackungsmaterialien, die durch vergleichbare, nachhaltige Produkte problemlos ersetzt werden können. Das Oldenburger Landesturnier hatte in diesem Jahr erstmalig einen Vorstoß gewagt.

„Wir wollen, dass die Gemeinde Rastede alle Nutzer von öffentlichen Flächen und Gebäuden verpflichtet, auf unnötige Produkte aus Plastik zu verzichten. Dazu zählt auch die Verwaltung selbst“, so Kammer. Eine Einschränkung für Veranstalter sieht die CDU nicht, „wohl aber eine positive Veränderung und Anpassung der eigenen Standards.“

Der CDU-Gemeindeverband steht Forderungen, einen „Klimanotstand“ für die Gemeinde auszurufen, kritisch gegenüber. „Von einer solchen Rhetorik halten wir nichts! Vielmehr setzen wir auf sinnvolle, konkrete Maßnahmen als auf eine Politik der großen Worte“, so Kammer. „Konkrete Ideen, um Rastede zu gestalten und damit auch im Kleinen auf globale Veränderungen positiv einzuwirken, sollte das Ziel der Rasteder Politik sein. Konstruktive Vorschläge sind immer willkommen – unabhängig vom Parteibuch“, erklärte er weiter.

Noch in diesem Jahr will der CDU-Gemeindeverband zu einem Themenabend einladen, und konkrete Ideen mit den Rasteder Bürgern diskutieren. „Wir haben im Bürgermeisterwahlkampf mit unserem Kandidaten Alexander von Essen für eine Politik des Zuhörens, für mehr Transparenz und eine neue Kultur der Offenheit geworben – diese Versprechen sind unser Maßstab und werden nun umgesetzt“, erklärt Kammer für den CDU-Vorstand.

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